Reisen bildet, ist schön, kann aber auch anstrengend sein. Vor allem, wenn es mit sprachlichen Barrieren verbunden ist.
Auf Einladung des Bürgermeisters der Gemeinde Kleczew reiste eine kleine Delegation aus Langewiesen Ende September zum jährlichen Erntedankfest nach Polen. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde auch ein Partnerschaftsvertrag zwischen den Gemeinden Kleczew (Polen) und Lusigny (Frankreich) unterzeichnet. Da Lusigny auch partnerschaftliche Beziehungen zur Wolfsberggemeinde unterhält, war auch eine Delegation unserer Nachbargemeinde anwesend. Das Sprachengewirr fand seinen Höhepunkt, als fünf weitere Gäste aus der Ukraine zu den Feierlichkeiten eintrafen.
Wir haben während unserer Reise Polen als erblühendes Land kennengelernt. Autobahn-, Brücken- und Straßenbaustellen durchziehen die Landschaft. In und um Kleczew sind die Auswirkungen des Braunkohlentagebaues zu spüren. Die Besichtigungen von Schulen, Sport- und Kultureinrichtungen hinterließen bei allen Besuchern einen gewaltigen Eindruck - fast schon Neid. Zur Renaturierung der Tagebaulandschaft gibt es große Pläne. Einen bereits aufgeschütteten Erdhügel soll demnächst eine Sprungschanze zieren. Wassersport- und Bademöglichkeiten gibt es vielerorts. Die Tage unseres Aufenthaltes wurden gekrönt von einem Besuch der Basilika von Lichen. Ein gigantisches Bauwerk!
Die Menschen, denen wir begegnet sind, waren freundlich, zuvorkommend und wissbegierig. Bei gemeinsamen Aktivitäten haben wir den Gedanken eines geeinten Europas sowie das Hauptanliegen des Partnerschaftsringes - "Partnerschaft mit nationalen und internationalen Kommunen und Vereinen, Förderung der internationalen Gesinnung und Völkerverständigung" aktiv umgesetzt und mit Leben erfüllt.
Es wäre schön, wenn wir auch andere Bürger unserer Stadt neugierig auf Polen gemacht haben. |